Montessori Pädagogik

by ue on August 29, 2010

Hilf mir, es selbst zu tun!

Maria Montessori wurde 1870 in Italien geboren. Als junge Frau beschloss sie Medizin zu studieren obwohl das zur damaligen Zeit ein Privileg des männlichen Geschlechts war. Montessori setzte sich durch und wurde die erste Ärztin Italiens. Früh hatte sie Kontakt mit Kindern und bemerkte schnell, dass diese keine medizinische Versorgung brauchten sondern eher eine pädagogische. Daraufhin widmete sie sich dem Studium der Pädagogik und begann Kinder zu beobachten. Aufgrund ihrer Beobachtungen entwickelte sie ihre Ideen und so entstand die Montessori-Pädagogik.    Ihre Gedanken wirbelten die Welt auf, sie in Kürze zusammenzufassen, ist eine unlösbare Aufgabe. Daher findet ihr hier nur Denkanstösse!

Kinder sind ein Teil von dieser Welt. Sie nehmen ganz selbstverständlich ihren Platz in ihr ein, und sie bestaunen die großen und die kleinen Dinge des Kosmos. Wo Eltern Kindern von Anfang an die unmittelbare Begegnung mit der Welt möglich machen, können sich Kräfte und Fähigkeiten gesund entfalten, kann sich ein achtsamer und verantwortungsvoller Umgang mit der Welt und anderen Menschen entwickeln.

Sie habe auf das Kind weisen wollen, aber man habe auf ihren Zeigefinger gestarrt, anstatt auf das Kind, sagte Maria Montessori im hohen Alter. So wichtig sie Inhalte und Methoden der Erziehung von Kindern nahm, desto weniger ließ sie davon gelten, wenn sie nicht von der „neuen Schöpfung Kind“ her verstanden wurden. Der Erziehungsstil der Montessori-Pädagogik ist die Entfaltung der freien Persönlichkeit. Das Phänomen der freien Konzentration, das Montessori schon beim Kleinkind entdeckte und dann auch zum Angelpunkt ihrer Erziehungseinrichtungen machte, beruht auf der freien Wahl der Arbeit. Kinder greifen dabei von sich aus schwierige Arbeiten auf und verbinden sich zu einer natürlichen Gruppenarbeit mit ihrem hohen sozialen Wert. Montessoris Methoden und Arbeitsmittel können auf eine ausgiebige Erprobung und Bestätigung unter den verschiedensten Umständen auf allen Kontinenten zurücksehen.

Die Montessori-Methode ist eine Alternative für den Erziehungsalltag. Eltern können offen sein für die Phantasie der Kinder: Denn wenn Kinder frei wählen, dann entwickelt sich ein ganzheitliches lernen, das nicht nur den Kopf, sondern alle Fähigkeiten des Kindes anspricht.

Kinder sind von Natur aus entdeckerfreudig und hilfsbereit. Maria Montessori zeigt: Es kommt nur darauf an, die richtigen Impulse zu geben. Dann lernen Kinder leichter, sie haben Freude daran etwas zu tun und bei Arbeiten mitzuhelfen. Eltern haben es leichter, wenn sie nicht ständig ermahnen und dabei sein müssen.

Maria Montessori reiste durch viele Länder der Erde um ihre Ideen zu lehren und zu verbreiten. Sie bezeichnete sich selbst als ein „Kind der Welt“ und auf die Frage, wo sie einmal begraben werden möchte, antwortete sie „dort, wo ich sterbe.“ Sie starb 1952 in den Niederlanden.

VORTRÄGE

Wer war Maria Montessori?

An diesem Abend geht es um das interessante Leben der Maria Montessori. Wer war diese Frau? Welche Ideen hatte sie? Sie erfahren, welche Hürden Montessori überwinden musste, um ihre Pädagogik zu verbreiten und ihre eigenen Ziele zu erreichen.

DIE MONTESSORI-PÄDAGOGIK

Was ist anders im Montessori-Kinderhaus und in der Montessori-Schule im Vergleich zum Regel- Kindergarten und -Schule?

  • Ist es für mein Kind das Richtige?
  • Was ist eigentlich Montessori-Material?
  • Freie Arbeitswahl, hüpfen die Kinder da nicht über Tische und Bänke?

Diese Fragen werden erörtert und teilweise praktisch erlebt.

Termine und Kosten auf Anfrage:

rathfamily[at]binich.net

Literaturhinweise:

Maria Montessori
„Kinder sind anders“
Klett-Cotta ISBN 3-548-39002-1

Maria Montessori
„Das kreative Kind“
Herder ISBN 3-451-16277-6

Maria Montessori
„Die Entdeckung des Kindes“
Herder ISBN 3-451-14795-5

„Grundgedanken der Montessori-Pädagogik
aus Maria Montessoris Schrifttum und Wirkkreis
zusammengestellt von P. Oswald und G. Schulz-Benesch
Herder ISBN 3-451-14625-8

Links:

www.montessori-vereinigung.de
www.montessori-deutschland.de

2 comments

Hallo, wir wohnen in Viersen Süchten und würden unser Kind gerne in einer Montessori Einrichtung anmelden. Haben Sie eine Idee, wo es ein Kinderhaus oder einen Kindergarten gibt, der nach dem Montessori Konzept arbeitet?
Lieben Dank für Ihre Hilfe.
Liebe Grüße
Karolina Marques Pereira

by Karolina Marques Pereira on 25. Oktober 2017 at 02:12. Antworten #

Liebe Frau Pereira,

leider ist es in ganz Viersen schwierig Montessori-Einrichtungen zu gründen oder die Politik davon zu überzeugen, dass das notwendig wäre. Es gibt den Montessori-Verein Viersen, indem engagierte Eltern seit Jahren versuchen in Viersen etwas zu bewirken:

http://www.montessori-viersen.de/index.php/montessori-in-viersen/vorschulische-einrichtungen

Einige Kindergärten wurden mit Montessori-Material ausgestattet. Aber eine „reine“ Montessori-Einrichtung ist mir nicht bekannt. Die gibt es in MG und Krefeld. Organisatorisch ist es allerdings sehr schwierig ein Kind dort anzumelden, da man es dann stets selbst hinbringen und holen muss. Hat man zwei Kinder, kommt es zu unterschiedlichen Zeiten und man sitzt nur noch im Auto. Eine traurige Geschichte. :-(
Bei den Grundschulen in Süchteln werden Sie leider nicht fündig werden, das ist so weit weg von Montessori… und leider auch oft überhaupt von sinnvoller Pädagogik. :-(

Liebe Grüße
U. E. Rath

by ue on 25. Oktober 2017 at 09:04. Antworten #

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